Was wäre, wenn der Papst christlich wäre?

Der Papst, Diktator von Vatikanstadt und direkter Nachfolger von Petrus. Petrus, der Jesus einst verleugnete. Der Papst ist also direkter Nachfolger eines Lügners.

Doch was wäre, wenn der Papst christlich wäre?

Noch heute stellt der Papst sich und sein Wort über alles, verteufelt Kondome als Mord und glaubt Millionen von AIDS-Kranken, die krepieren wie die Fliegen, nur durch seine Gebete heilen zu können. Natürlich kennen wir alle das elfte Gebot: Benutz keine Kondome, denn sie sind Teufelswerk. Der Papst lügt weiter.

Doch was wäre, wenn der Papst christlich wäre?

Katholische Priester dürfen keinen Sex haben. Sie dürfen nicht heiraten, sondern sich nur Haushälterinnen halten, die die Küche polieren oder vielleicht auch mal was anderes. Währenddessen werden hunderte von katholischen Würdenträgern zu Sexualstraftätern, zu Vergewaltigern, zu dem Widerlichsten, was die Menschheit hervorbringen kann. Der Papst lügt das Problem klein.

Doch was wäre, wenn der Papst christlich wäre?

Katholische Kindergärtnerinnen werden gekündigt, wenn sie sich scheiden lassen und wieder heiraten. Existenzen werden zerstört. Wegen eines alten, sturen Bocks, der glaubt im Namen Gottes zu handeln. Was er vergisst: Gott mag keine Lügner.

Doch was wäre, wenn der Papst christlich wäre?

Der Papst reist durch die Welt, küsst Flughäfen und Fans wie gute Nutten eben küssen. Emotionslos und doch lächelnd. Er verbreitet seine Lügen auf der „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt“-Worldtour.

Doch was wäre, wenn der Papst christlich wäre?

Wenn der Papst christlich wäre, würde er versuchen zu sein wie Jesus aus dem Buch, für das er angeblich steht. Er würde zu dem Abschaum gehen, zu denen, auf die die Hölle wartet. Zu den Armen und AIDS-Kranken, zu den Geschiedenen und Sündern. Er würde ihnen verzeihen. Wie Jesus in der Bibel. Er würde durch seine Worte eine bessere Welt schaffen. Er würde pädophile Pfarrer in das Gefängnis werfen und nicht schützen. Er würde Kondome erlauben, denn sie sind für den Menschen gemacht. Er würde auf jede andere Religion zugehen. Er würde überall Frieden verbreiten.

Das wäre, wenn der Papst christlich wäre. Leider ist er nur katholisch.

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4 Gedanken zu „Was wäre, wenn der Papst christlich wäre?

  1. snk sagt:

    problematisch finde ich den letzten Absatz, dass der Papst Armen und AIDS-Kranken verzeihen würde? Dafür das sie arm und krank sind?

    Ansonsten gut und wahr.

  2. ndrs sagt:

    Ich, als gläubiger und „praktizierender“ Christ kann mich mit keiner der Landeskirchen identifizieren – konnte ich noch nie und werde ich wohl auch niemals können. Einerseits liegt das an der gesamten Geschichte der Kirche, andererseits auch daran, dass sowohl die evangelische, als auch die römisch-katholische Kirche vehement dagegen wehren, im 21. Jahrhundert anzukommen.
    Ich lebe im Hier und Jetzt und glaube an einen gerechten Gott, der mich liebt und daran, dass Jesus für mich am Kreuz gestorben ist, um meine Schuld auf sich zu nehmen. Aber an einen Gott, der Kondome (und andere Verhütungsmittel) verbietet, glaube ich nicht. Ich glaube nicht an einen Gott, der Arme aus der Kirche aussperrt, damit sich andere nicht belästigt fühlen. Ich glaube nicht an einen Gott, der goldene Figuren und Altäre in pompösen Bauten haben möchte, an denen man irgendwelche Heiligen und Märtyrer anbetet. Ich glaube nicht an einen Gott, der einen Papst nötig hat.

    Ich finde diesen Blogeintrag großartig. Nicht aus purer Anti-Haltung dem Katholizismus oder dem Papst selber gegenüber, sondern weil er viel Wahres enthält. Allein das Zölibat ist vollkommen bescheuerte Überinterpretation von Paulus, der für sich gesagt hat, er sei ohne Frau (und Kinder) besser dran – das kann deshalb noch lange nicht für jeden Priester gelten, zumal das Amt ja aller Logik zum Trotz in der katholische Kirche dem Mann vorbehalten ist. Ein Mann hat Bedürfnisse – durch Masturbation alleine hält man das vielleicht bis 30 aus, aber nur, wenn man standhaft ist. Irgendwann wird ein Mann einfach mal ficken wollen – ob Priester oder nicht, das ist sowas von scheiß egal. Männer wollen Sex. Immer. Es mag Ausnahmen geben, aber das ist vielleicht ein Mensch unter 500.000.000 Menschen. Mit 40 Jahren keine Frau angefasst zu haben, ist mit Sicherheit unerträglich. Klar, dass Mann dann irgendjemanden sucht, mit dem er es treiben kann. Leider trifft es da ganz häufig Kinder. Und statt das der Papst einlenkt und sagt, das Zölibat ist vorbei, schützt er die Kinderficker in seiner Machtorganisation und lässt sie weiter auf Kinder los. Das ist abstoßend! Allein dieser Punkt macht es für mich unmöglich, das mit der Nächstenliebe in die Tat umzusetzen.

    Und grundsätzlich kann man die Bibel auch gar nicht wörtlich auslegen – sonst wären die „guten Christen“ allesamt verstümmelt (wagen Sie an dieser Stelle mal einen Blick in die Bergpredigt …)
    Die (römisch-katholische) Kirche hat in den vergangenen 1700 Jahren das Christentum als Machtinstrument missbraucht, um an (fast) unendliche Reichtümer zu gelangen, hat Königreiche, Kaisertümer und Kriege beherrscht, hat Unschuldige ermordet und selbst Kriege vom Zaun gebrochen. Die katholische Kirche liegt seit der Zeit der Aufklärung im Sterben – und sollte das auch bald tun. Es werden keine Kirchen mehr neu gegründet, stattdessen wird das Moderne (auch moderne Kirchen) verteufelt und als Sekte gebrandmarkt. Aber gut, was der katholischen Kirche nicht passt, wird eben mit Feuer bekämpft (*Seitenhieb auf Hexenverbrennung und Inquisition). Die römisch-katholische Kirche ist im 18. Jahrhundert stecken geblieben und verwest so langsam vor sich hin. Rückständige, idiotische Meinungen und Haltungen zur Wissenschaft deuten davon. Die ersten bedeutenden Wissenschaftler haben an Klöstern und in Kirchen studiert – bis sie hochkant rausgeflogen sind. Heute geht daraus nichts innovatives mehr hervor.

    Allein die wissenschaftlichen Belege für die Evolution sind ja nicht von der Hand zu weisen. (Ich für meinen Teil kann dennoch nicht glauben, dass das alles aus Zufall entstanden ist – ein „höheres Wesen“ [»Gott«] muss das gelenkt haben. Mir ist egal, ob dieser Gott jetzt 6 unserer irdischen, modernen Tage gebraucht hat, oder ob er sich 6 Milliarden Jahre Zeit gelassen hat und man sich dann hinterher nur erzählt, es seien 6 Tage (+Ruhetag). Ich war nicht dabei. Ich kann das nicht beurteilen.

    Aber um wieder zum ursprünglichen Blogpost zurückzukehren: der letzte Abschnitt ist so wahr. Die Kirchenoberhäupter verschanzen sich hinter ihren Kirchenmauern und kümmern sich einen Scheiß um die Menschen. Die Gottesdienste sind zum Sterben langweilig und eigentlich verwalten die nur noch die Reste des Reichtums und das Bisschen Macht, das ihnen noch geblieben ist. Der Papst geht nur in gepanzerten Autos raus und zeigt sich ein paar Mal im Jahr auf einem Balkon – mit genug Sicherheitskräften und einer großzügigen Pufferzone zwischen den Menschen und sich selber.
    Jesus ist zu Nutten gegangen, hat den Kontakt zu Zöllnern (damals so eine Art „Banker“ – haben eben Leuten das Geld aus der Tasche gezogen, um sich selbst zu bereichern) gesucht, ist zu armen Menschen gegangen, hat Kranke geheilt und ist durch die Städte gezogen, den Menschen zu erzählen, wie Gott ist. Nicht, wie eine Institution ist.
    Es ist eine Schande, dass man heute direkt, sobald man sagt, man sei Christ, in die Schublade „Katholische Kirche = große Fehler = dummer Mensch“ gesteckt wird. Man wird als intolerant und veraltet dargestellt, nur weil man sagt, dass man ein Christ sei. Ich glaube an Gott. Nicht an eine Institution. Die Bibel sagt, Homosexualität ist eine Sünde. Lügen aber genauso. Wieso soll dann ein Homosexueller weniger Rechte kriegen, als jemand der lügt? Also, als der Papst. Ich persönlich habe Homosexuelle Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis und komme bestens mit denen zurecht. Das sind keine abnormalen Menschen, sondern einfach nur Menschen. Und ich bin mir sicher, wenn Jesus heute nochmal leibhaftig über die Welt spaziert, er würde in Gaybars gehen und den Menschen da sagen, dass er ihnen vergibt und sie liebt, egal was sie machen. Er würde vermutlich sogar in den Bundestag gehen.

    Und er würde wohl auch in die katholische Kirche gehen, um den Menschen dort von Gott zu erzählen. Aber der Papst würde ihn wohl exkommunizieren und in die Hölle verbannen …

  3. dumpfbacke sagt:

    1. Dumpfbacke 2,20: Einen Christen erkennt man daran was er tut, nicht was er sagt.
    1. Dumpfbacke 2,21: Das gilt für alle.

    Der Rest ist Selbstbeschiss, Pharisäertum und Selbstgerechtigkeit.
    Leider wird im Christentum nicht nur Geld vernichtet sondern oft auch Menschen.

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